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IMS Nutzung: Neue Veröffentlichung

Das Thema IMS Nutzung wurde in der Vergangenheit relativ stark vernachlässigt in der akademischen Forschung. Einige ältere Beiträge hatten sich mit Faktoren der Adoption von Innovationssoftware beschäftigt, jedoch nicht explizit mit der Frage, welche Funktionen von IMS tatsächlich die Adoption von IMS beeinflussen. Herbert Endres (University of Regensburg) und Stefan Hüsig (TU Chemnitz) haben sich dieser Problematik nun angenommen. In ihrem neusten Beitrag dazu mit dem Titel Exploring the digital innovation process: The role of functionality for the adoption of innovation management software by innovation managers erschinen im European Journal of Innovation Management untersuchten sie diese Fragestellung für den deutschsprachigen Raum genauer. Wie sich zeigt, lassen sich bisherige Annahmen über die Anzahl der Funktionen von IMS im Hinblick auf ihre positive Wirklung auf die Übernahmewahrscheinlichkeit nicht bestätigen. Bisher scheint der Markt nicht eine größere Anzahl von Funktionen zu fordern, sondern eher bestimmte Funktionen, die darüber entscheiden, ob IMS im Innovationsprozess eingesetzt wird oder nicht. Besonders beliebt scheinen dabei Ideenbewertungsunterstützung zu sein und weniger die Förderung von Kreativiät an sich. Dies scheint auch unabhängig von Organisationsmerkmalen wie bspw. der Firmengröße zu sein. Diese Befunde spiegeln sich auch im  bisherigen Angebot von IMS wieder, bei der auch die spezialisierten IMS-Tools dominieren. Allerdings stellt sich bei diesen Ergebnissen die Frage, ob diese lediglich der derzeitigen Entwicklungsphase geschuldet oder tatsächlich ein weiterer Ausbau von Funktionen und Unterstützungsmöglichkeiten von der Anwenderseite nicht gewünscht wird. Weitere Studien sollten diese Fragen genauer untersuchen.

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